Zur Mitgliederversammlung des Deutsch-Bulgarischen Forums am 30. September 2026 konnte der bulgarische Botschafter Porozhanov zahlreiche Mitglieder des Forums in der Bulgarischen Botschaft begrüßen.
Der Vorsitzenden Dr. Volker Berresheim blickte in seinem Bericht auf eine beachtliche Reihe anspruchsvoller Veranstaltungen zurück, die immer auch hybrid angelegt waren und mit starken Partnern durchgeführt wurden.
Einige Beispiele:
Am 12. März 2024 kamen ca. 100 Teilnehmer in den Internationalen Club des Auswärtigen Amts zu unserem Expertengespräch „Pulverfass Balkan“. Das Thema „Europas historische Wurzeln in Bulgarien“ brachte einen Monat zuvor am gleichen Ort ähnlich zahlreiche Interessierte zusammen.
Am 5. Februar 2025 fand im (früher deutsch-russischen) Museum Karlshorst eine Veranstaltung statt, in der wir die russischen Narrative von angeblicher bulgarisch-russischer Freundschaft und Befreiung Bulgariens durch Russland auf den Prüfstand stellten und die russische Gehirnwäsche im Raum des ehemaligen Warschauer Pakts sowie die aktuelle hybride Kriegführung gegen den Westen praktisch vollständig dekonstruieren konnten. Der Dauerbeschallung durch Propaganda und Manipulation über sogenannte soziale Medienplattformen setzten wir unsere Expertise und unsere Diskussionskultur entgegen.
Mit vergleichbarer Zielrichtung haben wir gemeinsam mit der Otto-von-Bismarck-Stiftung und dem historischen Archiv des Auswärtigen Amts am 19. März dieses Jahres als Expertengespräch die „Berliner Konferenz von 1878 und ihre Auswirkungen bis heute“ im Detail beleuchtet. Seit 150 Jahren wird die panslawistisch-imperiale russische Propaganda nicht müde, diese Konferenz als Niederlage des gesamten Slawentums gegen den Westen zu definieren. Dass Bismarck als „Ehrlicher Makler“ seinerzeit in Berlin einen Krieg der damaligen Großmächte verhindern konnte, den dreißig Jahre später dann eben niemand mehr verhinderte und der zum Weltkrieg mit vielen Millionen Opfern eskalierte, hat Russland seinen Vasallen bis heute dröhnend verschwiegen.
Auch den Sitzungssaal im Europäischen Haus am Brandenburger Tor konnten wir im vergangenen Jahr mit unserem Expertengespräch über „die Europäische Union am Schwarzen Meer“ füllen und damit dieses Thema auf die Berliner politische Agenda bringen.
Natürlich wurde der Vereinsvorstand auch entlastet und wir konnten einen neuen Vorstand wählen: Dr. Volker Berresheim, Vorsitzender; Grigor Porozhanov, Diana Karasch und Heiko Schmidt als stellvertretende Vorsitzende; Schatzmeister und Geschäftsführer Dr. Peter Fäßler; Schriftführerin Katja Labidi. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden Matthias Schneider, Nevena Grundmann (stellv. Geschäftsführerin) und Dr. Kunka Petkova gewählt
Dem Vorstand zur Seite stehen zwei Sonderbeauftragte für Wirtschaftsfragen Torsten Klette und für die Vertretung des Forums in Bulgarien Dr. Marcel Israel.

An die Mitgliederversammlung schloß sich ein Podiumsgespräch mit Dr. Christian Johann, dem Direktor der Europäischen Akademie, zum Thema Europäische Bildung und gesellschaftliche Resilienz an.